District 9

Nach meinem letzten Direktvergleich von Original und synchronisierter Fassung, habe ich mir diesmal mit “District 9″ (IMDB, DVD, BD) einen aktuelleren Film vorgenommen und möchte wieder Unterschiede aufzeigen. Die Liste ist sicher nicht vollständig, aber es sind auch wieder ein paar Kleinigkeiten dabei, die vielleicht teilweise als nicht so schlimm empfunden werden.
 
Zu allererst stellte ich im direkten Vergleich fest, wie unterschiedlich die Stimmen des Hauptcharakters sind. Im Original fällt der ungewöhnliche südafrikanische Dialekt auf, der in der synchronisierten Version völlig verloren gegangen ist. Außerdem wurde meiner Ansicht nach für den deutschen Ton eine extrem unpassende Stimme gewählt. Es folgen zwei Videos (aus einem späteren Teil des Films) zum direkten Vergleich. Leider konnte ich nicht die gleiche Szene finden und im Trailer wurde für Wikus noch eine anderen Stimme verwendet (auch interessant).
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Englisch Lernen mit TV-Serien #3: to give cheek

Damit wieder ein bisschen Leben in den Blog kommt, gibt es eine neue Folge zum Englisch Lernen! Wir gehen natürlich wieder nach England und zwar nach Bristol. Dort spielt die Serie Skins, die eine Gruppe Jugendlicher in einem Sixth form college begleitet. Da dies nur zwei Jahre beeinhaltet, wechselt die Besetzung entsprechend oft. Aktuell heißt es Warten auf die sechste Staffel, aber hier geht es um die Originalclique.

In der Folge Episode 1.05 Sid wird Michelle, eine der Hauptpersonen, mitten in der Nacht von einer Mädchengang angesprochen (ACHTUNG! Swear words!):

GIRL #1 (CHAR)
All right, daarlin’! ‘Ad a bad night?

MICHELLE
Piss off.

GIRL #2 (SHALL)
What’s your problem? You giving us cheek?

MICHELLE
No.

GIRL #2 (SHALL)
She so is.

GIRL #3
Hey, Ems, this girl is being rude to Char and Shall…

GIRL #1 (CAR)
She’s giving us cheek.

GIRL #3
Yeah?

MICHELLE
Fuck off out of my way.

GIRL #4 (EMS)
You givin’ them cheek?

GIRL #1 (CAR)
Cheek…

GIRL #2 (SHALL)
She so is.

MICHELLE
No.

GIRL #4 (EMS)
D’ya wanna fight?

MICHELLE
No.

GIRL #4 (EMS)
Are you givin’ me cheek?

MICHELLE
What does that even mean?

Skins: give chieek

Die grausige Mode ignorieren wir und kommen gleich zu Michelles Frage. Dazu verweise ich auf das Urban Dictionary und zitiere (die restlichen Einträge im Urban Dictionary dazu sind eher NSFW):

cheek
A British word for someone who disrespects and talks back to you. To give cheek.

Auf deutsch würde man das wohl mit respektlos sein/blöd anmachen übersetzen. Das Verb to cheek alleine ist etwas schwächer und heißt soviel wie frech sein und cheek als Substantiv heißt Frechheit (LEO). Das lässt sich ableiten von der ursprünglichen Bedeutung Backe/Wange.

Weiter fällt vielleicht die erste Zeile ins Auge, wo es heißt ‘Ad a bad night?. Da wird beim had einfach das h weggelassen, welches oft ein Zeichen für Northener oder “bildungsferne Schichten” ist.

Eine Ausstrahlung von Skins in Deutschland ist in nächster Zeit nicht in Sicht und deswegen empfiehlt sich die Anschaffung der DVDs, z.B. die Box mit Staffeln 1-4. Meine hat leider den Nachteil, dass eine DVD den Transport nicht unbeschadet überstanden hat und öfter mal Fehler auftreten (z.B. bei Sid).

Großen Dank an Uwe, der diesen Tipp gab und überhaupt schon länger für die Serie die Werbetrommel rührt.

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Mit Filmen Schwedisch lernen

In meinen Filmtipps für Sprachaffine erwähnte ich bereits das ich mit Unterstützung von Filmen in Originalsprache nicht nur mein Englisch perfektioniert habe, sondern mir auch die schwedische Sprache selbst beigebracht habe. Für Interessierte gibt es hier nun einen kleinen Erfahrungsbericht.
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Englisch Lernen mit TV-Serien #2: plonk

Gleich im zweiten Beitrag dieser kleinen Serie gibt es eine Besonderheit, denn das vorgestellte Wort wird mittlerweile nicht mehr in der Bedeutung im Beispiel verwendet und das führt zu falschen Übersetzungen. Da es sich jedoch um ein nützliches umgangssprachliches Wort handelt, wird es trotzdem vorgestellt.

Der Grund für die veraltete Version liegt am Konzept der Serie, denn Life on Mars handelt von einem Polizisten aus dem Jahr 2006, der durch einen Autounfall ins Jahr 1973 geschleudert wird. Klingt komisch, ist aber absolut fantastisch, wenn Sam Tyler mit seinen heutigen Polizeimethoden auf die archaischen Verhältnisse von vor knapp 40 Jahren trifft. Sehen wir uns also mal die Szene aus der Pilotfolge an und erraten, was das hervorgehobene Wort bedeuten könnte:

DC CHRIS SKELTON
You need to get some rest, boss. Y-you just need a large Scotch and a bit of a kip.

DI SAM TYLER
It’s him. He’s killed before.

DC RAY CARLING
We’ll er… get a plonk to give you the once-over.

[CUT]

WPC ANNIE CARTWRIGHT
No broken bones then. Do you feel like you’re gonna heave up?

SAM
I feel a bit nauseous.

ANNIE
You’ll do. You’ve had hangovers worse.

SAM
Are you a doctor?

ANNIE
I’m about as qualified as Doctor Kildare. I’m part of the Women’s Department.

SAM
The what?

ANNIE
Don’t you have plonks in Hyde?

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Es muss nicht immer Englisch sein – Filmtipps für Sprachaffine

Seitdem ich vor 6 Jahren den Fernseher abgeschafft habe, habe ich Jahr für Jahr spannende neue Nischen in der Filmszene entdeckt. Zunächst waren dies hauptsächlich schwedische Filme aus allen Genres und Jahrzehnten, da ich mir die schwedische Sprache selbst beigebracht habe und mir durch Filme zur korrekten Aussprache verholfen habe. Heute zählen einige schwedische Filme zu meinen absoluten Lieblingsfilmen, aber schon bald wurde ich neugierig auf Filme aus allerlei anderen Ländern. Ich habe mich zunächst auf Wikipedia über die Filmszene eines Landes informiert und anschließend die Videotheken nach den Titeln oder Regisseuren abgesucht die ich mir notiert hatte. Da stieß ich oft schon auf erste Hürde: oftmals haben ausländische Filme extrem dumme deutsche Titel, netter kann man das leider nicht sagen, deshalb steht man selbst etwas dumm da wenn man nach “De grønne slagtere” (The Green Butchers) sucht, aber nicht auf die Idee kommt unter “Dänische Delikatessen” zu suchen. Solche denkwürdigen Titelübersetzungen tauchen ja auch bei englischen Filmen oft auf und sind ein Thema für sich.

Filme sind oft ein spannender Einblick in eine ganze Kultur, und da spielt natürlich die Sprache oft eine tragende Rolle. Selbst wenn man sie vielleicht selbst nicht versteht, drückt sie dennoch feinste Nuancen von Emotionen aus, die man natürlich in einer Synchronisation nicht mehr bemerken kann. Hier habe ich nun eine Liste von 10 Filmen aus aller Welt zusammengestellt, die nicht nur einen kulturellen Einblick bieten sondern auch sehr sehens- und hörenswert sind. Weiterlesen

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Against Dubbing im neuen Gewand

Willkommen zur mittlerweile dritten Version von against-dubbing.com! Wir haben die Website komplett überarbeitet, und obwohl die eigentlichen, informativen Inhalte zum Thema Synchronisation bestehen geblieben sind, gibt es neues zu erkunden. Die wohl wichtigste Neuerung ist dieser Dubbing-Blog, in dem wir ab jetzt Artikel rund ums Thema Film, Fernsehen und Synchronisation schreiben werden. Dafür suchen wir übrigens noch Autoren.

Hier ist die Diskussion erwünscht, und jeder der möchte kann sich anmelden um Kommentare zu schreiben. Achtung – als Synchrogegner erscheint man mit der Anmeldung direkt in der Liste (Details siehe Anmeldung). Sollte es der Fall sein, dass man schon in der Liste eingetragen ist, aber an der Diskussion teilnehmen möchte, so kann man durch Eingabe der E-Mail Adresse in diesem Formular ein Passwort anfordern. Das wird per E-Mail versendet und direkt nach Erhalt kann man in die Diskussion einsteigen. Bei weiteren Fragen, Problemen, o.ä. helfen wir gerne hier in der Diskussion oder per E-Mail an info@against-dubbing.com.

Ein Benutzeraccount ist jetzt übrigens auch nötig um OV Kinos zu posten. Zusätzlich können Benutzer jetzt auch Links posten – in beiden Fällen werden die Links allerdings moderiert und erscheinen erst nach Freigabe.

Wir freuen uns auf euer Feedback!

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A Fish Called Wanda

Nachdem ich mir sowohl das Original “A Fish Called Wanda” (IMDB, DVD, BD) als auch die deutsche Synchronfassung “Ein Fisch namens Wanda” angesehen habe, möchte ich hier auf die Unterschiede eingehen, die mir aufgefallen sind.

  • 00:03

    Otto: That’s quite a stutter you’ve got there, Ken. It’s all right, it doesn’t bother me.

    Otto: Es lässt sich nicht überhören, dass du ganz schön stotterst, Ken. Ist schon okay, das stört mich nicht im Geringsten.

    Da ich chronologisch vorgehen werde, geht es mit einer Kleinigkeit los. Wer im ersten Beispiel den englischen und deutschen Text vergleicht, hält dies vielleicht für eine gute Übersetzung. Im Film gibt es jedoch einen deutlichen Unterschied in der Betonung. Im Original wird nämlich deutlich das Wort “me” betont, was direkt die Aussage mitbringt, dass sich andere daran stören könnten. In der Synchronfassung ist dieser Aspekt völlig verloren gegangen und die Betonung liegt eher auf “im Geringsten”. Ich halte das für ein gutes Beispiel, um zu zeigen, wie sich aus scheinbar minimalen Abweichungen ein Sinnunterschied ergeben kann.
     

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