Against Dubbing

52 Filme: Deutsche Filme

Diese Woche sind bei 52 Filme die deutschen Exemplare gefragt. Viele richtig Gute fallen mir zugegebenermaßen nicht ein. Mein Favorit – und der einzige deutsche Film in meinem Regal – ist Das Experiment (2001).

Ein interessantes Erlebnis hatte ich übrigens damals im Kino bei Knockin’ on Heaven’s Door (1997), der auch empfehlenswert ist. Ich erinnere mich noch an einen Dialog, wo einer der Hauptdarsteller erzählt, dass er “noch niemals einmal am Meer” war. Obwohl sich meine Begeisterung für den Originalton erst später entwickelte, kam mir das seltsam vor. Es schien ein Übersetzungsfehler zu sein, bis mir bewusst wurde, dass es sich um einen deutschen Film handelt. Ich war sehr verwirrt. Wer den Film kennt, weiß vielleicht, dass viel später überraschend ein kurzer englischer Dialog entsteht, wo es auch ums Meer geht und wo das sich aufdrängende “never ever” vorkommt. Ich verstehe bis heute nicht, was sich die Filmemacher dabei gedacht haben. In einem deutschen Film zu Beginn eine schlechte Übersetzung eines später kommenden englischen Dialogs einzubauen könnte man ja fast als Sarkasmus interpretieren.

Die drei anderen guten deutschen Filme, die mir noch einfallen, sind 23 (1998), Der Schuh des Manitu (2001) und Das Leben der Anderen (2006). Alle genannten sollte ich bei Gelegenheit mal wieder anschauen – nur der Letztgenannte ist noch nicht so lange her.

Empfohlen wurden mir außerdem sowohl Chiko (2008) als auch Soul Kitchen (2009). Diese beiden werden aber aufbewahrt und wie ein Schatz gehütet, falls mal ein Filmeabend mit jemandem ansteht, der Filme nur auf Deutsch mag. Da reduziert sich in meiner Gegenwart die Auswahl eben drastisch auf die sieben in diesem Beitrag genannten Filme…


One response to “52 Filme: Deutsche Filme”

  1. Ute says:

    Meine Favoriten wären auch Knockin’ on Heaven’s Door und Das Leben der Anderen gewesen. Einen hier nicht erwähnten deutschen Film den ich auch gut fand, ist “Erbsen auf halb sechs”. Habe von manchen Leuten gehört das der kitschig wäre, was ich aber nicht wirklich so empfunden habe. Die Schauspieler sind halt nur manchmal etwas sehr “deutsch” (Isländer ausgenommen)…

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