Against Dubbing

52 Filme: Serienverfilmungen

Serienverfilmungen halte ich ja generell für überflüssig. In der Regel dienen Sie nur dazu Geld zu schaufeln, die wenigsten Filme zu einer Serie sind wirklich anspruchsvoll und können mit dem Ursprungsformat mithalten. So ein Formatwechsel ist schwierig umzusetzen, da ein Film eine ganze andere Dynamik erfordert als eine Serie.

Zunächst gebe ich zu das ich einige Serienverfilmungen ganz gut finde – aber die Ursprungsserie nie gesehen habe, in den meisten Fällen weil ich zu jung dafür bin. Erwähnenswerte Kandidaten sind hier The Fugitive, ein Film in dem Harrison Ford noch motiviert und in Top-Form war, sowie die Mission: Impossible Reihe. Es widerstrebt mir Werbung für Filme mit Tom Cruise zu machen, aber die ersten beiden habe ich tatsächlich gerne öfter geguckt.

Mein absoluter Favorit in diesem Bezug ist allerdings The Addams Family – wohlgemerkt der erste Teil, in dem der lang verschollene Uncle Fester ins Haus der Familie Addams zurückkehrt. Etwas bekannter ist wahrscheinlich der zweite Teil, Addams Family Values, worin Fester die Liebe seines Lebens findet. Dieser sagt mir weniger zu, insbesondere stört mich die mangelnde Kontinuität der Kulissen aus dem ersten Teil. Im Falle der Addams Family habe ich tatsächlich Jahre später einmal die Originalserie geschaut. Zwar ist die Serie recht unterhaltsam, meiner Meinung nach ist die Weltanschauung der Charaktere darin aber völlig überzogen und grenzt an Borderline-Syndrom. Da bevorzuge ich doch lieber die etwas neutralere und sehr viel charmantere Familie aus den 90ern.

Wenn’s ums Thema Serienverfilmungen geht, darf aber natürlich eine auf keinen Fall fehlen: Joss Whedon’s Space Western Meisterwerk Firefly / Serenity. Die Geschichte dahinter ist einer eher traurige; das Network FOX, welches Whedon’s Serie “Firefly” ausstrahlte, hatte wohl kein Vertrauen in ihn und seine Fans, und hat deshalb die Serie im leblosen Freitag-Abend Sendeplatz nach 14 Folgen sterben lassen. Obwohl dies 10 Jahre her ist, sind die Fans immer noch empört und wünschten sich die Serie zurück. Die Empörung war natürlich kurz nach dem Ableben der Serie am größten, und somit wurde es Whedon letztendlich ermöglicht seine unabgeschlossene Geschichte in Form eines Kino-Films weiterzuerzählen. Das durchaus gute Resultat ist der Film Serenity – aber idealer wäre es natürlich gewesen die Geschichte formatgetreu in Serienform weiterzuerzählen. Man merkt dem Film schon an dass dort ca. 2 Serien-Staffeln an Handlung reingequetscht wurden, die sehr viel mehr Hintergrundinformation hätte vertragen können.

Es folgt ein Trailer; wer den Film gucken möchte, sollte aber definitiv zuerst Firefly schauen, um ihn wirklich großartig finden zu können.


3 responses to “52 Filme: Serienverfilmungen”

  1. Julia says:

    I want my big damn trilogy!

    Hab dieses Jahr noch gar kein Firefly geguckt, tsts.

    Zum Beispiel der Filme zur Serie, die es nicht braucht, gehört auch State of Play. Im Original eine BBC-Serie mit David Morrissey, John Simm und vielen weiteren Top-Schauspielern, im US-Remake mit Russell Crowe und ausgerechnet Ben Affleck. Dass die Story leidet und die Charaktere blasser sind, ist natürlich ohne Frage. Auch das Ende ist völlig dämlich konstruiert.

  2. beetFreeQ says:

    Sehr gute Wahl!

    @Julia: Von State Of Play habe ich den Film noch nicht gesehen, was aber einfach auch dran liegt, dass ich mir nicht vorstellen kann, die Story besser umgesetzt zu sehen als in der Serie, die ich ja auf deine Empfehlung gekauft hatte. Hab eben auch mit Entsetzen feststellen müssen, dass ich bisher keine Serienkritik dazu geschrieben hab. Das muss ich dringend mal nachholen.

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