Against Dubbing

Stimmen gegen Synchronisation

Dies ist eine Sammlung an Feedback zum Thema Synchro von Besuchern dieser Seite.

  • Alex K.
    Berlin (.de)
    Nach fast zehn Jahren in Deutschland hat mir zum Thema Filmsynchronisation endlich einer aus der Seele gesprochen: Günter Rohrbach in seinem Artikel „Die Bequemlichkeit siegt über die Wahrheit“ (Süddeutsche Zeitung, Feuilleton, Seite 11, 30. Mai 2011). Er weist dabei darauf hin, dass Synchronisationen im angelsächsischen Raum (wie auch in den Niederlanden, Dänemark, Schweden u. a.) praktisch unbekannt sind. Dort laufen Filme anderer Sprachregionen selbstverständlich in der Originalsprache mit Untertiteln. Das Ergebnis dieser schlechten Gewohnheit nennt Herr Rohrbach beim Namen: „Der amerikanische (oder englische) Zuschauer weiß, dass man in Deutschland gemeinhin nicht englisch spricht. Von diesem Wissen macht er Gebrauch. Ein Film, der etwas anderes suggeriert, erscheint ihm als das, was er ist, eine Fälschung.“ Seit Jahren schon wehrt sich auch der unabhängige Filmemacher Jim Jarmusch gegen Synchronisationen: „Weil das nicht die Arbeit ist, die ich abgeliefert habe. Wenn ein Film fertig ist, dann ist er genau so, wie ich ihn haben wollte, inklusive aller schauspielerischen Leistungen. Und dazu gehört nun mal auch die Sprache. Über eine synchronisierte Version habe ich keine Gewalt. Ich kann nicht prüfen, ob das meinen Intentionen entspricht.“ Es gibt wohl genügend gute Gründe, dem angelsächsischen Beispiel zu folgen und Synchronisation durch Untertitel zu ersetzen: kulturelle Vielfalt, sprachliche Differenziertheit, Respekt vor den Filmemachern, Wahrhaftigkeit. Leider fürchte ich aber, wie Herr Rohrbach, dass man in Deutschland jedoch weiterhin auf den Kinderglauben vertrauen wird, demzufolge überall in der Welt deutsch gesprochen wird.
  • Andreas v.
    Frankfurt (.de)
    Dubbing in most cases destroys the original dialogs and jokes with translation mistakes, changes the mood of the movie / series and often changes the overall tones of characters. I’d rather hear the performance of a award winning hollywood actor, who actually played the scene rather than listening to the uninspired voice of some lazy guy in front of the microphone in a studio, who reads out wrongly translated text.
  • Tom K.
    Frankfurt/Main (.de)
    It just turns my stomach to see great movies and TV shows (or even mediocre or bad ones) permanently mutilated by dubbing. What is worse is the fact that this practice in certain countries (such as Germany) prevents viewers in many cases from making a free choice. Only certain channels (many of them pay channels) offer the option of dual sound, even though it is technically feasible, and even then they (e.g. Sky) broadcast the original audio track in inferior quality. (Thank God for Blu-ray!) Don’t let your children grow up movie-illiterate. If they get used to the originals at an early age, they never want to see a dubbed movie again in their lives. To paraphrase a famous German TV personality (the late Robert Lembke): „Dubbing [movies and TV programs produced in the Allied countries] is the Germans’ belated revenge for losing the war.“
  • Ken W.
    Croydon (.uk)
    Dubbing is a form of vandalism, pure and simple. I’ve been watching Danish TV dramas on BBC with subtitles, and I like being able to hear the original language. (I can understand a bit of Danish through Dutch and German.) I wish that English-language news programmes would use subtitles as well, instead of drowning out people with voiceovers – that’s what I like about watching Dutch and Flemish TV news.
    I think that the Americans and British should have banned dubbing when they ocupied Germany – why do the Germans need it, when the German-speaking market is large enough to sustain local productions? The people of Iceland are fiercely proud of their language, with only 300 000 speakers, and have kept it free of foreign loanwords, unlike German, but they watch foreign programmes in the original language with subtitles.
  • Martin K.
    Prague (.cz)
    Wenn ich so durch Blogs und Foren streife, dann habe ich den Eindruck, es geht den meisten Leuten eigentlich nur um die Authentizität von Filme, um den kulturellen Aspekt (Dialekte, usw.), und um die Qualität von Synchronisationen. Einige unter euch haben erkannt, dass (vor allem die englischen) Originalversionen die Sprachkenntnisse fördern. Aber nicht nur das, auch das Lesevermögen wird deutlich verbessert. Lesen ist von fundamentaler und essentieller Bedeutung, da Schüler, die gut lesen können auch in anderen Fächern besser abschneiden (wird gerade deswegen ja auch in der PISA Studie bewertet). Ist es nicht alarmierend zu erfahren, dass ein Viertel der Schüler in Wien nicht richtig und sinnerfassend lesen kann? Wenn wir so weitermachen, vor allem Deutschland, dann sind wir bald wirklich dem Absturz nahe! Die beste, billigste und einfachste Bildungsreform wäre das flächendeckende Ende der Synchronisation. Die Holländer, Schweden, etc. sprechen nicht nur viel besser Englisch als wir, sondern sind (vielleicht auch gerade deswegen) auch viel weltoffener und dynamischere Gesellschaften. Ist es nicht beschämend, dass deutsche Tagestouristen in Maastricht ohne mit der Wimper zu zucken auf Deutsch ihre Getränke bestellen und eigentlich schon vorraussetzen, dass der ihnen gegenüber Deutsch spricht?
    Was mich neben der Synchronisation von Filmen und Serien auch sehr stört, ist das “Darüberlegen” von deutschen Sprecherstimmen bei Interviews und Dokus. Es werden in Belgien, Holland, usw. nicht nur Filme und Serien untertitelt, sondern auch zB die Nachrichten. Dort werden Kommentare von Berlusconi, Medwjedew, Obama, Sarkozy usw auch nur mit Untertitel versehen. Man könnte doch auch im deutschsprachigen Raum damit beginnen, es ihnen nachzumachen.
    Super, dass es diese Initiative gibt. Ich hoffe, es ändert sich was, und zwar asap!!
  • Rebekka H.
    Kiel (.de)
    Original humor often can’t be translated and voices that fit the movements of the lips are way more authentic to me as a viewer. I love learning and improving foreign languages with the help of movies and tv series. I am supporting subtitles for foreign movies, as they help you get to a point where you don’t need them anymore and then they are easy to ignore. I think we live in a world where it is very important to speak foreign languages. Movies that are just subtitled give you a feel for the tone of voice that is used in the original language context. So much of the culture that is portrait in a movie gets transmitted via sound that we lose quite a bit of it when we dub. Especially when dubbing is done under cheap circumstances where the voices aren’t properly trained and the dialogues have not been properly thought through in the translation process! This happens way too often and it makes me sad to watch something like that on TV (which I don’t do much anymore for exactly that same reason!) as most sitcoms and daily comedies are produces that way! TV-Channels are diggin their own graves if they support this. I think it is for a big part due to the bad dubbing that educated people turn away from the TV as their entertainment system in favor of the internet that can provide originals (may it be legal or not) instead!
  • Steffen N.
    Wiesloch (.de)
    Ich kam vor einigen Jahren auf die Idee, mir die frisch gekaufte Staffel der Serie “The King of Queens” mal zum Vergleich auf englisch anzusehen. Ich hatte alle Folgen zuvor schon mehrfach auf deutsch gesehen und kannte sie so gut, dass die “neuen Lacher” an vielen Stellen ein wahrer Augenöffner waren. In der synchronisierten Version waren sie teilweise überhaupt nicht vorhanden oder kamen deutlich schlechter rüber. Ich fing dann an auch andere Serien und Filme im Original zu schauen und nach einer kurzen Gewöhnungsphase fiel es nicht schwer, alles im Originalton anzuschauen. Als ich einige Monate später wieder gezwungenermaßen eine synchronisierte Version ansehen musste, traute ich meinen Augen und Ohren kaum. Die Lippen nicht synchron und der sterile Raumklang eines Studios statt des tatsächlichen Film-Sets waren dann für mich überhaupt nicht mehr akzeptabel. Ich konnte kaum glauben, dass ich dies so viele Jahre mangels Vergleich hingenommen hatte. Später lernte ich noch weitere Nachteile der synchronisierten Versionen kennen, wie nicht funktionierende Wortspiele, Übersetzungsfehler, Sinnverfälschungen bis hin zur Zensur sowie verloren gegangene Sprach- und Akzenteunterschiede. Mittlerweile habe ich eine so starke Abneigung gegen Synchronisation aufgebaut, dass ich schon für Filmabende abgesagt habe, weil nicht im Originalton geschaut wird. Für Außenstehende mag das schwer zu verstehen sein, aber ich habe einfach keine Freude mehr an synchronisierten Filmen. Da mein Sinnweswandel nun schon einige Jahre zurück liegt, kann ich auch mit Sicherheit sagen, dass sich mein Englisch hierdurch deutlich verbessert hat. Ich habe viele Formulierungen und Redewendungen gelernt, die über den Englischunterricht an der Schule hinausgehen und es hilft natürlich auch dabei, in der Sprache “drin zu bleiben”. Da das auf der Couch liegende Filmeschauen nun wirklich nicht die aktivste Tätigkeit ist, bin ich der Meinung, dass ich zumindest etwas Gutes für mein Englisch dabei tun kann.
  • Marie E.
    Düsseldorf (.de)
    Bereits im zarten Alter von 12 Jahren bin ich zum ersten mal mit “Original”-filmen in Berührung gekommen, einem Zeitalter in dem noch die VHS Kassette das Hauptformat für Filme war. Als ich damals meine Verwandten in den USA besucht habe, habe ich mir diverse Filme auf Video gekauft. Wenig später wurde es für mich bereits unerträglich diese besagten Filme in synchronisierter Fassung zu schauen.

    Als dann das Goldene Zeitalter der DVD anbrach war ich Feuer und Flamme als ich entdeckte das die Filme auf DVDs auch im Englischen Originalton vorhanden sind. Mittlerweile bin ich soweit das ich den Fernseher abgeschafft habe und es absolut nichtmehr ertrage irgendwas synchronisiertes anzusehen, sei es ein Vorspann im Kino oder im Fernsehen bei Freunden zu Besuch. Der Große Nachteil ist wohl das man bei Videoabenden immer draussen bleiben muss wenn die anderen der Meinung sind sie würden vom Original nichts verstehen.

    Für mich hatte das Schauen von Originalversionen auch einen pädagogischen Wert. Ich könnte heute nicht so gut Englisch wären nicht u.a. die Filme in Originalversion gewesen.

  • Tobias B.
    Siegen (.de)
    Ich stimme sämtlichem Inhalt der Seite mit jeder einzelnen Faser meines Körpers zu 100% zu. Es ist für mich unerträglich einen guten Film bzw. eine gute Schauspielerische Leistung durch eine Synchronisation (egal ob gut oder schlecht) völlig zu zerstören. Das schlimmste für mich ist es, anderen Leuten zuhören zu müssen, wie sie über die Schauspielerische Leistung diskutieren (egal wie diese auch von ihnen gewertet werden mag), obwohl sie den Film nicht o-Ton geschaut haben und damit ein absolut falsches und verzerrtes Bild aufgenommen haben und so eigentlich kein Recht dazu haben über irgendwelche schauspielerischen Leistungen zu urteilen.
  • Thomas B.
    München (.de)
    Die Synchronisation zerstört die schauspielerische Leistung im Film; unabhängig davon, in welcher Sprache der Film gedreht wurde. Die Synchronisation in Deutschland ist wirklich sehr gut. Ich möchte aber den Schauspieler hören; auch wenn ich ihn nicht verstehen kann. Beispiel: Ran von Kurosawa lieber in japanischer Orginalfassung mit Untertiteln (ich verstehe kein Wort japanisch), damit wir keine im 16. Jahrhundert in Japan perfekt Deutsch sprechenden Japaner bewundern müssen.
  • Filip B.
    Passau (.de)
    Mein Beispiel ist hier immer Marlon Brando im ersten Teil des “Paten”:
    Er tut in dem viel ja nicht viel mehr als Sitzen und ein paar Meter gehen. Den Oscar bekam Brando viel weniger für sein visuelles Schauspiel, sondern viel mehr für seine Art, den Charakter nur mit dem Sprechen zu vermitteln. Es ist tragisch, dass in Deutschland eine solche Kunstbeschneidung stattfindet.
  • Carola C.
    Saint-just-malmont (.fr)
    Ich bin die synchronisierten Filme schon lange leid, insbesondere weil viele Texte auch schlecht und oft an der “Pointe” völlig vorbei übersetzt sind. Dabei zeigen uns doch die Skandinavier, dass es auch anders geht und die Leute im Handumdrehen zwei, drei oder vier Fremdsprachen lernen – und billiger ist es außerdem. Ich lebe seit 15 Jahren in Frankreich und hier es es beinahe noch schlimmer als in Deutschland. Mein Sohn hat aber im Handumdrehen durch das deutsche Satellitenfernsehen seine Deutschkenntnisse perfektioniert. Hoffentlich werden irgendwann nichtsynchronisierte Filme auch in Deutschland wenigstens als Alternative angeboten.
  • Niels B.
    Stuttgart (.de)
    Diese Seite spricht mir aus dem Herzen – bevor ich als Kind eine Brille bekommen habe, war mir nie bewusst, dass ich etwas unscharf sah. Als ich dann die Gläser vor den Augen hatte ist mir die Kinnlade heruntergefallen – obwohl es mir nie bewusst war, hatte ich jahrelang “auf Sparflamme” gelebt – was ich damit sagen will: die armen Leute wissen alle gar nicht, was sie verpassen. Wie viel authentischer ein Film im OT sein kann, wie er einen reinzieht und wie viel schöner das Erlebnis Film sein kann.
  • Kai Artur D.
    Berlin (.de)
    Wir haben keine Chance gegen die deutsche Synchronmafia. Das ist eine ganze Industrie, die uns deutsche verarscht und verblödet und uns die Chance vorenthält, eine andere Kultur ganzheitlich zu erleben. Besonders in Deutschland, wo sich sogar eine eigen Sprech- und Sprachkultur im synchronisierten Film entwickelt hat. Ein vollkommen artifizielles und lächerliches behauchtes affektiertes Sprechen herrscht da vor. Absurd, wie damit die Amis dargestellt werden, als ob die alle alberne Clowns seien.
  • Camille R.
    Lübeck (.de)
    Synchronfassungen sind eine Frechheit!!! Wer jemals einen Film im Original angeschaut und verstanden hat weiss, was ich meine. Dieser Synchro-Wahn lässt sich leider auf die allgegenwärtige Faulheit der Masse und den Einfluss der privaten deutschen TV-Sender zurückführen. Leider auch sehr oft bei Jugendlichen bemerkbar, obwohl doch im Schulsystem so viel Wert auf das Erlernen der englischen Sprache gelegt wird. Bin zwar selber “nur” 22 Jahre alt, boykottiere aber seit mehreren Jahren jede Art von Synchronisierung in Filmen, Serien und sogar Videospielen. Diese Initiative hier unterstütze ich zu 100%!
  • Reichert J.
    Austin, Texas (.us)
    I love German films. I am a German teacher, but it really bothers me how many German films don’t contain subtitles for those hard of hearing or learning German. It is sad how people in Germany who are hearing imparied can’t see movies in the orignal language and subtitled in German. Thank God German films in the USA are not dubbed into English.
  • Theodoros T.
    Reutlingen (.de)
    Ich würde ein Gesetz verabschieden, dass das Synchronisieren von Filmen unter Strafe gestellt wird. Es ist so als würde ich als Galerienbesitzer, Bilder von malenden Künstlern übermalen, weil es vielleicht zu obszön ist oder zu abstrakt.
    Die meisten Kommentare sprechen mir aus der Seele. Etwas was vielleicht noch niemand geschrieben hat: Das Synchronisieren von schwarzen Amerikanern ist der absolute Abschuss oder von Filmen die mehrsprachig sind wie zb: Killing Zoe, Inglorious Basterds, Das Leben ist schön usw. einfach dummdreist.
  • Detlev B.
    Eppstein-Bremthal (.de)
    “Damals”, als ich Pulp Fiction eigentlich gar nicht sehen wollte und in einem Open-Air-Kino im Sommer doch sah, habe ich “Catch Up” nicht sogleich verstanden – der Film lief deutsch. Das war das “auslösende Moment”, was mich zumindest offen gemacht hat für die Frage: Muss Synchronisation sein? Was mich eher wieder skeptisch gemacht hat, war eine Bekannte, die dermaßen affektiert immer darüber sprach, dass sie ja eigentlich nur “original” schaut, dass das schon wieder zum echten Gegenargument wurde…

    10 Jahre später lernte ich einen Arbeitskollegen kennen, der sich genau so doll für Filme interessierte wie ich – aber nur “original” schaute. Ganz unaffektiert. Und der, nachdem er meinen Geschmack einschätzen konnte, mich immer wieder mit Filmen versorgte – ohne Synch. Also “musste” ich “da durch”, was aber letzten Endes ca. 4 Filme am Stück brauchte, um meine Unsicherheit zu überwinden und im Falle von Untertiteln das “schnelle Erfassen” trainierte (das immer wieder gern genutzte Argumente gg Untertitel, dass diese doch vom Bild ablenken, ist ein äußerst schwaches, da auch hier Übung und Gewöhnung alles ist, und man die (nicht nur ich) für gewöhnlich extrem schnell gewinnt).

    Tja, und jetzt schaue (höre) ich selbst “nur noch original”. Ich hoffe, ganz unaffektiert. Aber überzeugt. Vor allem auch davon überzeugt, dass das keineswegs nur eine “Geschmacksfrage” ist. Geschmacksfrage mag bleiben, ob man sich Filme in einer Sprache, die man im Wesentlichen versteht, mit oder ohne, mit originalen oder übersetzten Untertiteln anschaut; das ist alles rel. stark von individuellen Faktoren abhängig.

    Aber Synchronisation oder keine? Da vertrete ich inzwischen einen sehr festen Standpunkt: Against Dubbing.

  • Jürgen G.
    Oldenburg (.de)
    Ich persönlich bin kein Freund von Synchronisationen und vermeide sie, wenn ich kann; im Falle, dass ich die Originalsprache nicht spreche, bevorzuge ich Untertitel.

    Ich verstehe aber auch, wenn Leute damit Probleme haben (zum Beispiel Menschen mit Leseschwächen, die Untertitelung nicht [oder nicht schnell genug] lesen können). Gerade dafür gibt es ja Zweikanalton, eine Sache, die man einfach mal nutzen sollte.

    Das Problem meiner Meinung nach ist vor allem die Weigerung des Fernsehens eben den zweiten Tonkanal anzubieten, deshalb unterschreibe ich hier.

    Es geht nicht darum, Leuten, die nur Deutsch können, etwas wegzunehmen, es geht darum, Menschen die Möglichkeit zu geben Kunst und Kultur im Sinne des Schaffenden zu rezipieren.

  • Ragnhild N.
    Bergen (.no)
    Das ist ja super, das jemand sich so für dieses Thema interessiert. Ich komme aus Norwegen aber habe Deutsche Familie, und ich ärgere mich immer wenn ich die Synchronisation anhören muss. Ich sehe immer wieder wie die Norweger so viel Englisch umsonst lernen wegen den Untertiteln, und finde es einfach unverständlich, dass Synchronisation noch normal ist.
  • Tom R.
    Nottuln (.de)
    Bin nach 20 Jahren beruflichen Auslandsaufenthalts in drei Kontinenten vorübergehend wieder nach Deutschland zurückgekehrt und finde immer noch diese Synchronisationsmisere vor. Das kann man nur als Armutszeugnis einer Nation bezeichnen. Wie kann ein Deutscher Fan eines ausländischen Schauspielers sein, ohne noch nie seine Stimme gehört zu haben? Es kann einem schlecht werden!
  • Sebastian L.
    Bielefeld (.de)
    Ohne Originalton fühle ich mich um einen wesentlichen Teil der Reise, die jeder Filmbesuch in gewisser ist, betrogen! Deshalb möchte ich natürlich alle Filme als OmU sehen, auch wenn ich die Filmsprache nicht verstehe. Ein ärgerliches Symptom sind auch die nachlässigen Ankündigungen in den Kinoprogrammen. In denen wird die Verfälschung, die sich “Synchronisation” oder “deutsche Fassung” nennt, so gut wie gar nicht thematisiert. Selbst wenn ein Film als OmU angekündigt wird, muß man die Sprache nach dem Herkunftsland erraten – aber in welcher Sprache ist ein Film aus Belgien? Oder einer aus Indien? Wenn Kinos grundsätzlich zu jedem Film sagen würden, was die Originalsprache/n ist/sind und in welcher Sprache er gezeigt wird, wäre ein kleiner Schritt zur Sensibilisierung für dieses Problem getan.
    Wer in Bielefeld wohnt und sich für dieses Thema interessiert, ist eingeladen, mir eine E-Mail zu schicken – an Sebastian punkt Lisken an der Uni minus Bielefeld in De.
  • Melanie G.
    Kühlungsborn (.de)
    Ich unterstüze die Meinung des Autors vollkommen. Als ich im letzten Jahr erstmals bei einer Gastfamilie in Schweden gelebt habe, durfte ich erfahren, wie es ist, wenn man die gewohnten Serien und Filme plötzlich nur mit Originalton gucken kann – nämlich fantastisch. Die echten Stimmen der Schauspieler sind wirklich viel authentischer und außerdem waren viele Serien, wie beispielsweise Simpsons, um einiges lustiger als in der deutschen Variante. Man darf auch nicht vergessen, wie sehr ein Film im Originalton beispielsweise die englische oder französische Sprache fördert. Man merkt sich gewisse Redewendungen einfach viel leichter und hört dort die Sprache, wie sie auch tatsächlich gesprochen wird. Gerade das ist doch das Spannende an Filmen. Ich bin definitiv gegen die Synchronisation von Filmen und Serien, sowie diese irrsinnigen übersetzungen der Filmtitel. Sie haben wirklich die besten Beispiele ausgesucht. Dass Cruel Intentions zu Eiskalte Engel wird, konnte ich nie verstehen, sowie auch der Film “Primal Fear” in “Im Zwielicht” umbenannt wurde. Das soll noch einer verstehen!
  • Tobias W.
    Wuppertal (.de)
    Jede Aufnahme einer Stimme „kann in der Klangfarbe, im Stimmumfang, im Ausdruck echt oder falsch sein“ . Bei nicht-synchronisierten Filmen, deren Ton meist unmittelbar während des Drehens zusammen mit den Bildern aufgenommen wird, hat man in der Regel das wohltuende Gefühl, dass die Stimme genau den Bildern entspricht; „sie gehört dem Schauspieler, der tatsächlich diese Worte ausgesprochen hat“ . Sie besitzt „sein Timbre, seinen Akzent, seine Intonation, so wie sie ein anwesender Hörer“ wahrnehmen könnte. Bedauerlicher Weise gehen diese feinen Merkmale der Stimme durch die Synchronisation meist unweigerlich verloren, da sie durch solche ersetzt werden, die der Stimme des eigentlichen Sprechers fremd sind. Des Weiteren trägt die klinische, den Klang auf sein Minimalstes beschränkende Atmosphäre des schallisolierten Tonstudios dazu bei, selbst diese Ersatzstimme ihrer persönlichen Note und Ausdruckskraft zu berauben, wodurch sie zumeist „steril und tot“ wirkt. Zudem merkt man der Stimme des Synchronsprechers häufig an, dass sie vom ursprünglichen, dargestellten Kontext nicht unmittelbar beeinflusst wird. Bei den Arbeiten im Studio scheint es selbst geübten Sprechern schwer zu fallen, mit ihrer Stimme ähnliche Emotionen zu transportieren, wie es die Schauspieler bei den Dreharbeiten am Set zu tun vermögen. Ein letzter Kritikpunkt sei hier noch erlaubt; nicht selten kommt es vor, dass der gesprochene Text durch die (verfehlte) Übersetzung, etwa vom Englischen ins Deutsche, seine wahre Aussage verliert. Dies liegt beispielsweise daran, dass die Sprache, in die der Film übersetzt wird, für manche Ausdrücke, Sprichwörter und Redewendungen der Ausgangssprache keine adäquate Entsprechung bereithält oder bei der Übersetzung schlicht Fehler gemacht werden, wie sie sich etwa einschleichen können, wenn der Übersetzer auf einen False Friend hereinfällt. Dies kann den Filmgenuss sehr stören oder ihn mitunter um ungewollt humoristische Züge bereichern.

    Gerade beim Englischen habe ich meist das Gefühl der Echtheit des Films. Die Klangfarbe der Sprache, die Nuancen von Mimik, Gestik und Stimmvolumen etc., all das passt einfach genau zu den Bildern, während die deutschen Synchronstimmen immer – und wenn auch nur gefühlt – irgendwie daneben liegen.

    Von diesen Nachteilen der Synchronisation wird der Entspannung suchende und dem Eskapismus frönende Filmzuschauer jedoch meist durch die übrigen akustischen und visuellen Reize je nach Sprechsituation mehr oder weniger stark abgelenkt.

Möchtest du dich auch hier äußern? Schreib eine E-Mail mit dem Betreff “Stimmen gegen die Synchronisation” an info@against-dubbing.com!